Abenteuer Labrador



Inseln und Halbinseln prägen die landschaftlich sehr abwechslungsreiche Atlantikküste Kanadas. Ebenso vielfältig wie die natürlichen Gegebenheiten dieser Region ist ihre Geschichte und Kultur. Sie reicht von der Besiedlung durch die First Nations über den ersten Landgang der Wikinger, bis hin zu den europäischen Einwanderern der letzten Jahrhunderte. Ihre Reise führt von den ältesten europäischen Siedlungen in das bis heute noch weitgehend unerschlossene Labrador. Bis 1992, als der Trans-Labrador Highway eröffnet wurde, war der Zugang zu diesem Gebiet nur mit dem Kanu, Hundeschlitten oder Flugzeug möglich. Die Verbindung zwischen Cartwright und L‘Anse-au­-Clair war bis 2002 nur mit dem Schneemobil oder Hundeschlitten befahrbar. Unvorstellbar grosse Karibuherden teilen sich das Land mit Schwarzbären, Elchen und Adlern. Vor der Küste können Sie je nach Saison Wale und Eisberge sichten.

20 Tage / 19 Nächte

1. Tag: Ankunft in Halifax
Willkommen in Kanada! Die Stadt Halifax liegt an einem der grössten natürlichen Hafen der Welt und bietet seit der Pionierzeit einen der wichtigsten Zugänge zum kanadischen Festland. Heute präsentiert sie sich als facettenreiche Handels- und Universitätsstadt, in der Geschichte und Moderne eng miteinander verwoben sind. Die liebevoll renovierte Hafenfront lädt zum Bummeln ein, vorbei an historischen Lagerhäusern und dem Pier 21. Das geschäftige Stadtzentrum mit seinem vielfältigen Unterhaltungsangebot wird von einer imposanten Befestigungsanlage überragt.
 Hotel: Atlantica Hotel Halifax o.ä.

2. Tag Halifax – Moncton (ca. 300 km)
In der Nähe von Parrsboro haben die gewaltigen Gezeitenströme der Bay of Fundy – der Tidenhub liegt bei bis zu 16 Metern – eine der grössten Ansammlungen versteinerter Dinosaurierknochen freigelegt. Ebenfalls zu bestaunen ist der kleinste jemals gefundene Dinosaurier-Fussabdruck. Bei einem Spaziergang am Strand sollten Sie die Augen ausserdem nach Amethyst und Achat offen halten. Eine weitere bedeutende Fossilien-Fundstelle liegt ganz in der Nähe: das UNESCO Weltkulturerbe Joggins.
Hotel: Hampton Inn Moncton o.ä.

2. Tag: Moncton – Miramichi River (330 km)
Besonders eindrucksvoll ist bei Ebbe ein Spaziergang auf dem Meeresboden um die steil aufragenden Hopewell Rocks (abhängig von den Gezeiten). Wenige Stunden später ragen nur noch die bewachsenen Spitzen dieser Steinsäulen als kleine Inseln aus dem Wasser. Im Fundy NatioHalifax, Nova Scotianalpark führen Spazier- und Wanderwege entlang kristallklarer Flüsse zu steil abfallenden Klippen. Der Miramichi Fluss zählt zu Kanadas bekanntesten Lachsflüssen.
Hotel: Pond’s on the Miramichi o.ä.

3. Tag: Miramichi River - Dalhousie (ca. 260 km)
Eine gut ausgebaute Strasse führt entlang einer alten Holzfällerroute durch das Tal des Miramichi Flusses. Ein Holzfäller- und ein Lachsmuseum unterstreichen die Bedeutung dieser beiden Ressourcen für die Region. Im Mündungsgebiet des Miramichi leben Akadier, Nachfahren der ersten Franzosen, die dieses Gebiet besiedelten.
Hotel: Best Western Manoir Adelaide o.ä.

4. Tag: Dalhousie – Baie Comeau (ca. 350 km)
Ihre heutige Route führt Sie durch Quebec und die Gaspesie-Halbinsel. Eine Fähre bringt Sie über den gewaltigen Sankt Lorenz-Strom, einen der grossartigsten Flüsse Nordamerikas, nach Baie Comeau (Dauer ca. 2,5 Stunden). Die Stadt gilt als Tor zu Kanadas bewaldetem Norden.
Hotel: Hotel La Caravelle o.ä.

5. Tag: Baie Comeau – Labrador City (ca. 620 km)
Auf der letzten geteerten Strasse für die nächsten Tage folgen Sie dem Manicouagan Fluss in die kanadische Wildnis. Entlang der Strecke können riesige Wasserkraftwerke und Dämme besichtigt werden. Auf einer gut präparierten Schotterstrasse geht es weiter nach Labrador City – das Zuhause von Goldsuchern, Minen- und Bahnarbeitern.
Hotel: Two Seasons Inn o.ä.

6. Tag: Labrador City – Churchill Falls (ca. 240 km)
Der 1992 eröffnete Highway „The Freedom Road“ bringt Sie durch nahezu unberührte Wildnis nach Churchill Falls. Jede Kurve eröffnet neue Ausblicke auf die atemberaubend schöne Natur, durchzogen von Flüssen und Seen. Churchill Falls entstand um ein grosses Wasserkraftwerk, welches die Energie des gleichnamigen Flusses nutzt, der auf einer Strecke von 32 Kilometern um 300 Höhenmeter fällt.
Hotel: Midway Travel Inn o.ä.

7. Tag: Churchill Falls – Goose Bay (ca. 300 km) Delikatesse in Atlantikkanada - Meeresfrüchte
Von Churchill Falls bis Goose Bay treffen Sie auf keine weitere Besiedlung. Dies ist das Land der grössten Karibuherde. Etwa 700.000 Tieren ziehen durch die Wälder zwischen Zentrallabrador und dem nördlichen Quebec. Im Juli können Sie mit etwas Glück Karibus auf der Nahrungssuche entdecken. Bitte beachten Sie, dass die Strasse kein ausgebauter Highway, sondern eine Schotterpiste ist. Weiterfahrt nach Goose Bay.
Hotel: North Two o.ä.

8. Tag: Goose Bay
Goose Bay wurde in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts um einen grossen Flughafen errichtet. Es ist das Verwaltungs- und Versorgungszentrum des östlichen Labradors. Im kleinen Fischerdorf Northwest River lohnt der Besuch der zwei kleinen Museen über die Pionierzeit. Vom "Sunday Hill"-Wanderweg haben Sie einen schönen Ausblick auf den Lake Melville. Erkundigen Sie sich, wo es Schmuck aus Labradorite, einem lokalen Halbedelstein, zu kaufen gibt.
Hotel: Unterkunft wie am Vortag

9. Tag: Goose Bay – Port Hope Simpson (ca. 400 km)
Heute befahren Sie die neu eröffnete Strasse zwischen Goose Bay und Port Hope Simpson, welche erst im Sommer 2010 in Betrieb genommen wurde. Seit jeher ist dies die erste Strassenverbindung zwischen Südlabrador und Happy Valley-Goose Bay; es bestehen sehr gute Chancen Bären oder andere Wildtiere zu beobachten. Am Abend erreichen Sie ihre Unterkunft in Port Hope Simpson.
Hotel: Alexis Hotel o.ä.

10. Tag: Port Hope Simpson – Red Bay (ca. 140 km)
Weiter geht es auf der Schotterpiste (eröffnet im Jahre 2002) in Richtung Süden nach Red Bay. Nehmen Sie einen kleinen Umweg an die Küste, um nach Eisbergen Ausschau zu halten oder besuchen Sie eines der unzähligen kleinen Gemeinden, wie z.B. St. Lewis. Einen Ausflug lohnt auch die Insel Battle Harbour, welche für über 200 Jahre als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Labradors galt.
Hotel: Whaling Station Cabins o.ä.

11. Tag: Red Bay – L’Anse-au-Clair (ca. 80 km)Bootsausflug zu Eisbergen an der Küste Labradors
Ein Abstecher entlang der Küste lohnt wegen der vielen kleinen Fischerdörfer und der Eisberge, die hier mit etwas Glück gesichtet werden können. Bei Red Bay gelangen Sie wieder auf eine geteerte Strasse. Ein kleines Besucherzentrum informiert über die Basken, die hier im 16. Jh. auf Walfang gingen und die Wale an der Küste weiter verarbeiteten.
Hotel: Northern Light Inn o.ä.

12. Tag: L’Anse-au-Clair – St. Anthony (ca. 150 km ohne Fährüberfahrt)
Eine 1,5 Stunden lange Fahrt mit der Fähre bringt Sie nach Neufundland. Bei L‘Anse-aux-Meadows können Sie eine rekonstruierte Siedlung der Wikinger besuchen, die hier um 1000 n. Chr. landeten und Grashütten sowie Werkstätten errichteten.
Hotel: Grenfell Heritage Hotel & Suites o.ä.

13. Tag: St. Anthony – Gros Morne National Park (ca. 340 km)
Der „Viking Trail“ führt Sie entlang der Küste nach Süden. Ein Besucherzentrum bei Port-au-Choix informiert über die Ausgrabung einer frühen Siedlung der "Dorset Eskimos", die vor ca. 5000 bis 7000 Jahren über das Eis von Baffin Island bis hierher vordrangen.
Hotel: Ocean View Hotel o.ä.

14. Tag: Gros Morne National Park
An der Bonne Bay, liegt einer der schönsten und spektakulärsten Nationalparks in Ostkanada – der 1.942 Quadratkilometer grosse Gros Morne National Park. Zu den Hauptattraktionen dieser UNESCO World Heritage Site zählen Fjorde und Tafelberge, Fossilien und einige der ältesten Gesteine auf diesem Planeten. Erkunden Sie den Park auf einer Bootstour oder auf einem der vielen Wanderwege.
Hotel: Unterkunft wie am Vortag

15. Tag: Gros Morne National Park – Port-aux­-Basques (ca. 350 km)Gros Morne Nationalpark, Neufundland
Sie überqueren die Long Range Mountains und folgen dem Highway weiter Richtung Süden durch das Codroy Tal. Unterwegs bieten sich viele Abstecher zur Küste oder zu Provincal Parks an. Port-aux-Basques ist ein alter Fischereihafen, gegründet von Basken, lange vor Christoph Columbus.
Hotel: St. Christopher’s Hotel o.ä.

16. Tag: Port-aux-Basques – Sydney (Fährfahrt)
Die Fährüberfahrt von Neufundland nach Nova Scotia dauert ca. 5 bis 7 Stunden. Die Insel Cape Breton ist nur über einen Damm mit dem Festland verbunden, dem sie sich erst 1955 anschloss. Die Region um Sydney bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zur Beobachtung von Seeadlern.
Hotel: Delta Hotel Sydney

17. Tag: Sydney - Cheticamp (ca. 220 km)
Die wohl schönste Panoramastrasse Ostkanadas erwartet Sie heute – der Cabot Trail. Der spektakulärste Abschnitt liegt innerhalb des Cape Breton Highlands National Park und folgt dort dem ständigen Auf und Ab der Küstenlinie. Die Chancen im Park einen Elch zu sehen sind ausgezeichnet.
Hotel: L’Auberge Doucet Inn

18. Tag: Cheticamp – Halifax (ca. 430 km)
Am Vormittag haben Sie Zeit an einer Walbeobachtungstour teilzunehmen (optional, wetterabhängig). Im Anschluss geht es entlang der Küste des Bras d’Or Lakes und weiter auf dem sogenannten Marine Drive zurück nach Halifax. Auf dem Weg können Sie häufig Adler und Komorane beobachten.
Hotel: Atlantica Hotel Halifax o.ä.

19. Tag: Abreise

Gesamtkilometer: ca. 4.510 km

Hinweis: Diese Reise hat Expeditionscharakter. Sie reisen zum Teil durch entlegene und dünn besiedelte Regionen in Nord-Quebec und Süd-Labrador. Dies kann Änderungen im Ablauf Ihrer Reise zur Folge haben. Einige der Hotels sind nur einfach ausgestattet – dafür ist die Landschaft einmalig und atemberaubend schön.

 Diese Reise ist nur ein Vorschlag und kann jederzeit Ihren individuellen Wünschen angepasst werden. 







 
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